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Flute Day München 2025
40 Jahre Deutsche Gesellschaft für Flöte

«40 Jahre Deutsche Gesellschaft für Flöte e.V. – das muß gefeiert werden!» 

So dachte auch der amtierende Vorstand und lud am 22. November 2026 zum Flute Day in die Isarphilharmonie Gasteig HP8 nach München ein. Die Vorsitzende der DGfF, Ruth Wentorf, begrüßte in ihrer Eröffnungsrede die zahlreichen Besucher und Künstler, die sich auf ein interessantes und vielseitiges Programm an diesem Tag freuen durften. Ihren stolzen Worten folgte das erste Konzert gespielt von Gaby Pas-Van Riet und Madoka Ueno.

Dem schlossen sich der Präsident Der DGfF, András Adorján, sowie Malcom Pollock, Vorsitzender des European Flute Council und ehemaliger Chair der British Society, als Laudatoren mit ihren Glückwünschen an.

Nach dieser Einstimmung auf den Festtag eröffnete Prof. Andrea Lieberknecht mit ihrer Flötenklasse das erste Konzert. Alma Cermak, Chaerin Shin, Manuel Ebert, Natan Ca'Zorzi, Angelina Kononova, Yuan Yu, Mathilde Alvin Besson, Daniël Spies und Fabian Johannes Egger überzeugten mit Frische und Präzision das begeisterte Publikum. 

 

Henrik Wiese veranschaulichte lebhaft in seinem Workshop «Vom Klang zum Ausdruck» Übungen zu Luftdruck, Resonanz, Timbre, Transparenz und Vibrato aus seinem neuen Übungsbuch und erläuterte anhand von Beispielen, wie diese Klangmittel ganz konkret zur Steigerung des musikalischen Ausdrucks eingesetzt werden können. 

 

Emotional und nachdenklich wurde es in der Veranstaltung zu Ehren der Flötistin Maria Kalesnikava, Ehrenmitglied der DGfF, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit, Demokratie und die Rechte ihres Volkes seit 2020 im Gefängnis ist. Ruth Wentorf und Claudia Wälder-Jene sprachen bewegende Worte, zeichneten die Situation nach und zitierten aus Briefen. Wally Hase begleitete dies mit ergreifenden Stücken für Flöte solo. 

 

Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Flöte konnten sich zur Masterclass bei Andrea Lieberknecht anmelden, der viele Besucher auch als passive Zuhörer beiwohnten. 

 

Im Nachmittagskonzert begeisterten Mario Bruno, Sophie Dufeutrelle, Peter Verhoyen und Michael Faust mit großer Spielfreude ihr Auditorium. Pieter-Jan Verhoyen und Madoka Ueno begleiteten am Klavier.  

 

Ein besonderes Erlebnis war die als Videobotschaft aufgezeichnete Lecture von Peter-Lukas Graf, der unter dem Titel «Espressivo» zum ausdrucksvollen Spiel auf der Flöte referierte und die Zuhörer damit in seinen Bann zog. 

 

Das zweite Nachmittagskonzert stand ganz im Zeichen des Ensemblespiels. Das Münchner Flötenensemble eröffnete mit einer ihm gewidmeten Komposition von Johannes X. Schachtner. Anschließend durften die Teilnehmer des Flute Days mit auf die Bühne, die zuvor zwei Proben unter der Leitung von Elisabeth Weinzierl und Edmund Wächter bestritten hatten. Zur Uraufführung kamen Werke von Mona Rasenberger, Dorothea Hofmann und Franz-David Baumann, die eigens für den Flute Day 2025 komponiert wurden.

 

Mit dem großen Galakonzert am Abend erreichte die Geburtstagsfeier der DGfF ihren Höhepunkt. Im vollbesetzten Saal zeigten Wally Hase, Anton Kushnir, Henrik Wiese, Peter Verhoyen und Tilmann Dehnhard ihr Können und begeisterten das Fachpublikum auf höchstem Niveau, das mit langanhaltendem Applaus die KünstlerInnen verabschiedete. Die Klavierbegleitungen beim Abendkonzert übernahmen in bewährter Manier die DuopartnerInnen der FlötistInnen: Vanda Albota, Maria Pukhlianko, Madoka Ueno und Pieter-Jan Verhoyen. 

 

Im Foyer stöberten die TeilnehmerInnen in den Pausen im Notensortiment des Münchener Notenfachhandels Bauer & Hieber sowie in den Editionen der Komponistin Raphaëlle Zaneboni. Auch ein digitaler Rückblick mit vielen Fotos und Grußworten wurde im Eingangsbereich gerne angeschaut, der zu Erinnerungen und gemeinsamen Gesprächen inspirierte.

 

Der Flute Day 2025 zeigte einmal mehr, welche wichtige Rolle die Deutsche Gesellschaft für Flöte im internationalen Geschehen spielt. Die zahlreichen Besucher, darunter viele Stammgäste aus ganz Deutschland, sowie die internationalen Künstler betonten den Stellenwert solcher Veranstaltungen, die inspirieren, anstoßen und verbinden. Ein Netzwerk aus SolistInnen, MusikpädagogInnen, OrchestermusikerInnen, SchülerInnen, StudentInnen und AmateurInnen, das bei solchen Begegnungen gepflegt und vertieft wird. 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Flöte blickt mit Stolz auf ihre Geschichte zurück und schaut als Impulsgeber mit positivem Blick in die Zukunft, um die deutsche Flötenszene lebendig und vielfältig mit zu gestalten. Bleiben Sie, liebe MitgliederInnen, uns treu und seien Sie damit ein wichtiger Baustein in dieser Vision. 

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Was erwartete Sie in München?

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